VIOMEDI - Die Videosprechstunde
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Online-Sprechstunden: Häufige Fragen

Warum überhaupt Telemedizin nutzen? Welche Vorteile hat es? Dürfen Diagnosen überhaupt online gestellt werden? Können alle Krankheiten online behandelt werden? Werden die Kosten dafür von den Krankenkassen übernommen? Und wie sieht es mit der Datensicherheit bei einer solchen Fernbehandlung aus? Die Antworten auf diese und weitere Fragen findest du im nachfolgenden FAQ rund um Telemedizin.

Warum überhaupt Telemedizin?

Telemedizin hat viele Vorteile. Sie bringt Ärzte und Patienten zusammen, die räumlich getrennt sind: Patienten mit langem Anfahrtsweg zu einer Praxis, Patienten, die nicht mehr so mobil sind. Auch wenn du aufgrund einer Krankheit bettlägrig oder auch nur einfach erschöpft bist, erspart dir die Möglichkeit einer Online-Sprechstunde den kräftezehrenden Weg zur Praxis, ganz abgesehen von der Wartezeit dort. Und nur zu oft teilst du das Wartezimmer mit anderen Patienten, die dich womöglich noch mit ihrer Krankheit anstecken, z. B. Grippe. All das sind unbestreitbare Vorteile.

Aber kann per Online-Sprechstunde überhaupt verlässlich behandelt werden?

In den Online-Sprechstunden schilderst du, wie auch beim Arzt vor Ort, deine Symptome. Diese Online-Symptomabfrage ist teils sogar umfassender als in der Praxis vor Ort. Denn von den Telemedizin-Anbietern werden dafür oft Fragebögen bereitgestellt, die viele Aspekte umfassen, und die du in Ruhe ausfüllen kannst, bevor du dann den Videoanruf startest. Auch Fotos kannst du hochladen, wenn es in deinem Krankheitsfall Sinn macht (z. B. bei Hautveränderungen). Aber natürlich fehlen den Telemedizinern unter Umständen dann Infos, die sie vor Ort mit einem schnellen Messtest erhalten könnten: Blutdruck, Temperatur, etc. Daher sind in Deutschland zwar Online-Behandlungen erlaubt, aber nur, wenn es zuvor eine Vor-Ort-Behandlung gab. Sprich: Folgetermine können per Video oder Anruf abgehalten werden; die eingehende Anfangsuntersuchung sowie Diagnosestellung muss jedoch vor Ort in der Praxis erfolgen – so die momentane Gesetzeslage. Diese wird nun aber gelockert, siehe nächste FAQ.

Warum gibt es bei manchen Onlinesprechstunden Diagnosen, bei anderen nicht?

Eine Diagnose dürfen Ärzte per Video-Sprechstunde in dem Sinne nicht stellen, laut den momentan in Deutschland noch bundesweit geltenden Regelungen (Bundesmantelvertrag-Ärzte). Dass es dennoch Online-Sprechstunden gibt, die Diagnosestellung anbieten, liegt an den unterschiedlichen Gesetzeslagen für Telemedizin in anderen Ländern. So hat beispielsweise der Sprechstunden-Anbieter DrEd seinen Unternehmenssitz in Großbritannien, wo schon viel offener mit Telemedizin umgegangen wird als in Deutschland. In Großbritannien ist DrEd dann auch von der dortigen zuständigen Gesundheitsbehörde zertifiziert – du kannst dir also sicher sein, auf Qualität zu treffen.

Wie ist Telemedizin momentan in Deutschland geregelt?

Im Frühjahr 2018 beschloss die Ärztekammer Deutschlands eine Lockerung der Regelungen rund um Telemedizin. Zuvor durften, wie schon erwähnt, nur Beratungen sowie Folgebehandlungen per Online-Sprechstunde getätigt werden. Zum Ersttermin und Diagnose der aktuellen Krankheit mussten Patienten noch in die Praxis. Laut Ärztekammer müssen sie dies nun nicht mehr unbedingt. Dieser Beschluss der Ärztekammer muss nun aber noch praktisch umgesetzt und von den Krankenkassen entsprechend finanziell gestützt werden. Die Telemedizin in Deutschland ist also gerade in einer Übergangsphase, was auch erklärt, dass es Online-Sprechstunden mit verschiedenen Angeboten gibt: mit und ohne Diagnose-Stellung, mit und ohne Medikamenten-Versand …

Wie hoch sind die Kosten für Online-Sprechstunden?

Nutzt du eine Video-Behandlung eines Anbieters, der sich an den Bundesmantelvertrag-Ärzte hält und Kooperationen mit den Krankenkassen eingeht, sind Video-Sprechstunden kostenlos, wenn sie bestimmte Bedingungen (kein Ersttermin etc.) erfüllen. Zusätzliche Leistungen werden getrennt berechnet und schlagen je nach Anbieter/ Arzt/ Sprechstunde mit 20-30 € zu Buche. Einige Anbieter wie DrEd setzen auch einen Pauschalpreis an: 19 € pro Sprechstunde/ Diagnosestellung. Schau am besten auf unsere Vergleichstabelle, um schnelle Übersicht über die Kostenunterschiede zu erhalten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Kosten für Video-Sprechstunden werden seit 2017 von Krankenkassen übernommen, allerdings nur, wenn die Sprechstunde eine Folgebehandlung ist und zudem bestimmte Behandlungsfelder betrifft. Zur neuen Regelung – dass die Kosten auch für Ersttermine übernommen werden –, setzen sich neben der Ärztekammer auch Krankenkassen ein, die das lockerere Prinzip begrüßen. Denn durch Telemedizin sparen sie den Aufwand für Patiententransporte, wenn Patienten z. B. immobil sind. So setzte beispielsweise die KBV bisher bereits auf eine Zusammenarbeit mit bestimmten, von ihr geprüften Telemedizin-Anbietern. So will sie einerseits Telefon- bzw. Videosprechstunden ermöglichen, andererseits aber auch dafür sorgen, dass dem prüfenden Blick eines Arztes „in echt“ nichts entgehen kann, was für den Behandlungserfolg wichtig ist. Die AOK Nordost als weiteres Beispiel gibt an, psychotherapeutische Videosprechstunden vermehrt fördern zu wollen. Wie sich die Kostenübernahme durch Krankenkassen in Hinsicht auf den Vorschlag der Ärztekammer bundesweit entwickelt, bleibt abzusehen. Mehr Infos dazu

Kann ich mit allen Beschwerden in eine Online-Sprechstunde gehen?

Da in einer Online-Sprechstunde bestimmte Tests nicht gemacht werden können, konzentrieren sich einige Anbieter von Telemedizin ohne vorherigen Arztbesuch auf Beschwerden/ Krankheitsbilder, die online abgeklärt werden können. Viele Patienten sind auch an speziellen Online-Sprechstunden für bestimmte Beschwerden interessiert, so z. B. Geschlechtskrankheiten, die ihnen womöglich peinlich sind, wenn sie sie einem Art „in echt“ vorstellen. So finden sich bei Telemedizin-Anbietern wie DrEd dann auch Sprechstunden-Termine nach Themen gegliedert: Erektionsstörungen, Genitalherpes, Verhütung u. ä.

Werden auch Medikamente verschickt?

Von in Deutschland ansässigen und nach deutschen regeln operierenden Online-Sprechstunden kannst du dir noch keine Medikamente verschrieben und zusenden lassen. Bei DrEd jedoch ist das möglich, da dieser Service von Großbritannien aus operiert. Rezepte für Medikamente werden von der Online-Sprechstunde direkt an einen Medikamenten-Versand geleitet, der dann den Versand an dich tätigt.

Wie kann ich als Arzt Online-Sprechstunden anbieten?

Einige der hier auf OnlineSprechstunden.org vorgestellten Anbieter richten sich sowohl an Ärzte als auch Patienten. Ihr Ziel ist es, beiden Seiten zu ermöglichen, problemlos zueinander zu finden. Wenn du als Arzt Online-Sprechstunden anbieten möchtest, schau dir besonders Patientus, elVi und VIOMEDI an. Diese drei halten einen Service für Ärzte parat, der für eine bestimmte monatliche Gebühr nutzbar ist. Dabei ist es unerheblich, ob du niedergelassener Arzt oder in einer Klinik tätig bist. Auch Angebote für mehrere Ärzte, also Praxisteams, gibt es.

Wie sicher sind Patientendaten in der Online-Sprechstunde?

Patientendaten sind gut geschützt. Manche Anbieter von Online-Sprechstunden lassen sich das extern z. B. vom TÜV bescheinigen bzw. halten sich auch an den Bundesmantelvertrag-Ärzte und die dort festgelegten Standards. Welche Sicherheitsmaßnahmen von welchem Anbieter im Detail ergriffen werden, siehst du auf einen Blick in unserem Anbieter-Vergleich. In diesem haben wir Datenschutz und Zertifizierung der Online-Sprechstunden als Kriterium aufgenommen.

Zum Vergleich der Onlinesprechstunden-Anbieter
Tipp: VIOMEDI